Philodendron
Profil
- Familie
- Araceae
- Unterfamilie
- Aroideae
- Tribus
- Noch nicht hinterlegt
- Autor
- Schott
- Arten im Originalbestand
- 630
- Erstveröffentlichung
- Wiener Z. Kunst 3: 780 (1829), nom. cons.
- Verbreitung
- Mexiko bis tropisches Amerika
- Beschreibung
- Noch nicht hinterlegt
- Verbreitung
- Breit neotropisch von Mexiko über Mittelamerika und die Karibik bis in Südamerika. Diversitätszentren liegen unter anderem im Amazonasraum, im Chocó und im Bereich der nördlichen Anden.
- Habitat
- Vorwiegend tropische Wälder. Die Gattung umfasst kletternde Hemiepiphyten und Epiphyten ebenso wie terrestrische, kriechende, rhizomatöse oder stammbildende Wuchsformen.
- Wuchs
- Immergrüne Kräuter von klein bis sehr groß; Sprosse kriechend, rhizomatös, kletternd oder aufrecht. Blatt- und Sprossmorphologie ist innerhalb der Gattung außerordentlich variabel.
- Merkmale
- Blüten eingeschlechtlich und ohne Perigon; die Feinnervatur der Blätter ist typischerweise parallel-pinnat. Harzkanäle sind häufig. Dies unterscheidet Philodendron unter anderem von Anthurium mit bisexuellen, perigontragenden Blüten.
- Blatt
- Blätter von einfach linear, cordat, sagittat oder hastat bis trifid, trisect, pinnatifid, bipinnatifid oder pedatisect. Blattstiele können glatt, warzig, beschuppt oder verdickt sein.
- Blütenstand
- Eine bis mehrere Infloreszenzen je Blüheinheit. Die Spatha umschließt einen zonierten Spadix mit weiblichen und männlichen Blütenbereichen; bei der Anthese kann Harz ausgeschieden werden.
- Fortpflanzung
- Eingeschlechtliche, nackte Blüten; Fruchtstände mit dicht stehenden Beeren. Thermogenese und Bestäubungsbiologie variieren zwischen Linien und sollten artspezifisch dokumentiert werden.
- Taxonomie
- POWO akzeptiert derzeit 629 Arten und behandelt Thaumatophyllum gegenwärtig als Synonym von Philodendron. Die historische Biogeographie deutet auf einen Ursprung vor etwa 29 Mio. Jahren und frühe Diversifikation im panamazonischen Raum hin.
- Kultur
- Die enorme morphologische und ökologische Breite macht pauschale Kulturwerte unzuverlässig. Kletternde Arten profitieren häufig von vertikaler Unterstützung; terrestrische und kriechende Arten benötigen andere Raum- und Substratkonzepte.
- Einordnung
- Unterfamilie nach family-wide phylogenetischer Araceae-Systematik; Tribus nur bei separat belastbarer Zuordnung.
Quellen
World Checklist of Vascular Plants (WCVP), Version 16 · Extract 04/06/2026
Royal Botanic Gardens, Kew · Taxonomischer Originaldatensatz
Übernommener Originalstand; keine Behauptung einer erneuten wissenschaftlichen Prüfung.
Quelle öffnen ↗