Anthurium
Profil
- Familie
- Araceae
- Unterfamilie
- Pothoideae
- Tribus
- Anthurieae
- Autor
- Schott
- Arten im Originalbestand
- 1460
- Erstveröffentlichung
- Wiener Z. Kunst 3: 828 (1829)
- Verbreitung
- Mexiko bis tropisches Amerika
- Beschreibung
- Noch nicht hinterlegt
- Verbreitung
- Neotropische Gattung von Mexiko über Mittelamerika und die Karibik bis in weite Teile Südamerikas, mit besonders hoher Diversität in feuchten Tropengebieten und den Anden.
- Habitat
- Sehr breite ökologische Amplitude innerhalb der feuchten Tropen: terrestrische, epiphytische, kletternde und rosulate Arten kommen vor; viele Arten sind an lokale Höhen- und Feuchtegradienten gebunden.
- Wuchs
- Immergrüne Kräuter mit aufrechten, kriechenden oder kurz- bis langkletternden Sprossen; selten rhizomatös. Internodien reichen von sehr kurz bis deutlich verlängert.
- Merkmale
- Anthurium besitzt bisexuelle, vierzählige Blüten mit Perigon auf einem meist gleichmäßig fertilen Spadix. Die Blattnervatur zeigt häufig eine oder mehrere submarginale Kollektivadern.
- Blatt
- Extrem variable Blattmorphologie: von linear bis orbikulär, häufig cordat, sagittat oder hastat; auch drei- bis vielteilige Formen kommen vor. Die Spreiten können über zwei Meter Länge erreichen.
- Blütenstand
- Normalerweise eine einzelne Infloreszenz pro Blüheinheit. Spatha meist persistent; Spadix sitzend bis lang gestielt, zylindrisch bis konisch und mit bisexuellen, perigontragenden Blüten.
- Fortpflanzung
- Blüten meist mit vier Tepalen und vier Staubblättern. Viele Anthurium-Arten zeigen protogyne Anthese; artspezifische Details sollten auf der jeweiligen Artseite dokumentiert werden.
- Taxonomie
- POWO führt derzeit 1.459 akzeptierte Arten. Die klassische infragenerische Sektionsgliederung ist nur teilweise mit molekularen Stammbäumen vereinbar; Carlsen & Croat (2019) zeigten, dass zahlreiche morphologisch definierte Sektionen nicht monophyletisch sind. Sektionsangaben sollten deshalb mit Quelle und Evidenzstatus geführt werden.
- Kultur
- Keine einheitliche Anthurium-Kulturformel verwenden: Tiefland-, montane und hochmontane Arten unterscheiden sich stark in Temperatur, Nachtabsenkung, Licht und Feuchtedynamik. Habitat- und Fundortdaten sollten auf Artebene Vorrang haben.
- Einordnung
- Unterfamilie nach family-wide phylogenetischer Araceae-Systematik; Tribus nur bei separat belastbarer Zuordnung.
Quellen
World Checklist of Vascular Plants (WCVP), Version 16 · Extract 04/06/2026
Royal Botanic Gardens, Kew · Taxonomischer Originaldatensatz
Übernommener Originalstand; keine Behauptung einer erneuten wissenschaftlichen Prüfung.
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